Musikgesellschaft Full                                            

1941 wird die Musikgesellschaft Full (nachfolgend MGF) mit neun Mitgliedern gegründet. Bereits in der ersten Zeit gibt die Mittelbeschaffung immer wieder Anlass zur Diskussion.
1947 beschliessen die Musikanten die Anschaffung der ersten Uniform. Es handelt sich dabei um einigermassen betagte Occasionen eines anderen Vereins. Stolze Fr. 60.—kostet das Stück und jedes Mitglied beteiligt sich selber mit Fr. 20.—daran. Die Vereinskasse bedarf neuer Mittel.
1952 beginnt der Bau des Schwimmbades Full. Die Aushubarbeiten werden an die MGF vergeben. Pro m3 Aushub – mit Schaufel, Pickel und Schubkarre – fliessen Fr. 2.30 in die Kasse.
1961 ist für unsere MGF ein besonderes Jahr. Zum erstenmal bereitet sie einen kantonalen Musiktag vor. Er wird sogar zusammengelegt mit der Einweihung der ersten Vereinsfahne. Sie ist übrigens unverändert bis auf den heutigen Tag unsere Begleiterin geblieben.
1965 in den Protokollbüchern findet sich immer wieder – nebst aller musikalischen Aktivitäten – die Frage, wie sich der Verein ohne Geldsorgen über Wasser halten kann. Auf eigene Rechnung und Initiative baut die MGF eine eigene Festhalle. Unzählige Male kann diese Festhütte später zu vorteilhaften Preisen vermietet werden.
1969 wird der neue Dirigent – Toni Killer – gewählt. Schon bald schlägt er den englischen Brass Band Stil ein. Bereits bei der Neuinstrumentierung von 1970 werden die Weichen gestellt. Die alten Trompeten verschwinden in den Archiven. Der viel weichere Klang von Cornetts erklingt von da an. Auf diesen neuen Sound wird aufgebaut.
1969 kann dank der Festhallenkasse eine Neuinstrumentierung durchgeführt werden.
1972 ermöglicht der Griff in die Festhallenkasse bereits die dritte Uniform.
1979 findet der zweite Kantonale Musiktag in Full statt.
1991 schafft sich der Verein zum 50. Geburtstag die heutige grüne Uniform an. In diesem Moment eine revolutionäre Sache. Sie zeigt auch nach aussen, dass sich die MGF der Zukunft zuwendet und aktuell bleibt.
1997 beginnt eine neue Ära mit Stefan Märki am Dirigentenpult. Mit viel Schwung, Ideen und grossem Können motiviert er zu Höchstleistungen. Auf dem soliden Fundament kann musikalisch gezielt aufgebaut werden. Das Publikum ist derart begeistert, dass die Jahres- bzw. Weihnachtskonzerte fortan je zweimal aufgeführt werden. Die Aktivitäten während des Jahres nehmen zu, obwohl die MGF schon immer als sehr innovativer und aktiver Verein gehandelt wurde.

Ebenfalls in diesem Jahr wird die MGF angefragt, die Melodie „allons-y, argovie“ in Brass-Band-Version einzuspielen. Dieses Stück wurde anlässlich der 200-Jahr-Feierlichkeiten des Kantons Aargau komponiert. Die Aufnahme für diese CD „Eine Melodie für den ganzen Kanton“ ist eine wertvolle Erfahrung mehr und mit Stolz präsentieren wir uns auf diesem Tonträger.
1998 gewinnt die MGF in Möhlin anlässlich des kantonalen Musikfestes in ihrer Kategorie. Ihr Live-Vortrag erscheint auf der CD „Highlights Möhlin“. Zum Thema Wettkampf: die MGF hat in der Vergangenheit wie in der Gegenwart kaum die Gelegenheit ausgelassen, sich den Kampfrichtern zu stellen. Sie wird das auch weiterhin tun um zu wissen, wo die Hebel für Veränderungen anzusetzen sind.
2001 kann die MGF erneut in einer neuen Uniform auftreten. Dies ist nur dank dem mutigen Schritt der Uniformenkommission die Finanzierung durch Sponsoringverträge zu gewährleisten möglich. Zukünftig wird die MGF in einer eleganten nachtgrauen Uniform auftreten.
2002 nimmt die MGF zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte am schweizerischen Brass Band Wettbewerb in Montreux teil. In der zweiten Stärkeklasse erreichen wir den ebenso unerwarteten wie hervorragenden siebten Rang.
2003 gelingt es der MGF am kantonalen Musikfest in Brugg zum zweiten Mal, den ersten Platz in der zweiten Stärkeklasse zu erringen.
2006 auf eigenen Wunsch verlässt Stefan Märki die MGF, um fortan den 1. Klasse Verein MG Künten zu führen.
Mit Markus Hauenstein aus Endingen konnte die MGF einen hervorragenden Profi engagieren, der mit viel Engagement und Effort die MGF vorantreibt.